Angemessenes Honorar

Dass Frau Lierhaus  als neues Gesicht von Ein Platz an der Sonne ein Jahreshonorar von 450.000 Euro bekommen soll, ist ihr nicht vorzuwerfen. Es handelt sich um eine kommerzielle Lotterie, deren Erträge  in überdurchschnittlicher Höhe guten Zwecken zugutekommen. Aber die Gewinnabsicht steht für die Spieler immer im Vordergrund. Und die Konkurrenz anderer Lotterien – von Aktion Mensch und vielen staatlichen und privaten – zwingt zu besonderen Marketing-Anstrengungen. Frau Lierhaus‘ Präsenz hat offenbar einen hohen Marketingwert.

Siehe dazu den Tagesspiegel und Hessische/Niedersächsische Allgemeine Zeitung

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3 Antworten to “Angemessenes Honorar”

  1. Jo Klemens Says:

    Naja, 450.000 Euro hin oder her: Die ARD-Fernsehlotterie ist eine gemeinnützige GmbH und in jüngster Vergangenheit konnten bsplw. Vorstände von gemeinnützigen GmbHs, die weit weniger verdienten wie jetzt Frau Lierhaus als Werbemaskottchen, mit keinerlei Verständnis rechnen. Der Selbstbedienungsladen öffentlich-rechtliches TV (da verdient die Produktionsfirma eines TV-Moderators auch noch an der Produktion für die „Gute-Sache“) ist einfach nicht mehr zu ertragen. Wenn man selbst täglich für gemeinnützige Projekte um Unterstützung bittet, dann frustrieren einen solche Unappetitlichkeiten von mal zu mal mehr.

    • fundraisingbeobachter Says:

      Kann ich alles verstehen. Wir denken in anderen Vergütungskategorien. Wenn der Wettbewerb zwischen den Lotterien mal richtig eröffnet ist, wird sich zeigen, wie viel ein gutes Gesicht wert ist. Es nützt dann nichts, wenn die gemeinnützigen Lotterien auf das Gute verweisen, das sie tun, wenn die Leute die Eurozeichen in den Augen haben.

  2. Matthias Daberstiel Says:

    Ehrlich, die Zahl hat mich umgehauen. Das ist doch mit dem guten Ansatz nicht mehr zu begründen! Auch wenn man über 66 Millionen ausschüttet. Und von Konkurrenz kann doch noch keine Rede sein. Noch gilt das staatliche Monopol, obwohl es durch verschiedene gerichtliche Entscheidungen wohl bald zum Abschuß frei gegeben ist. Und selbst dann wird eine Lotterie immer noch hochprofitabel sein. Die Frage ist doch aber ob der gute Zweck der Lotterie nicht in den Hintergrund tritt? Schon bei den letzten Katastrophengalas war unangenehm zu bemerken, wie stark das Fernsehen dies zur Selbstvermarktung nutzt um sich unterscheidbarer von anderen Sendern zu machen. Cause related Marketing nennt man das. Bei den Privaten kann ich das nachvollziehen, aber im öffentlich rechtlichen Fernsehen? Fernsehen ist ein Machtfaktor, weil es Meinung macht und eine Gruppe von Spendern anspricht, die sonst nicht oder nur wenig spendet, aber es stellt sich langsam die Frage, ob man als Organisation seine Haut dort nicht zu teuer zu Markte trägt.

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