Die heimlich Gutes tun

Marita Haibach hat es wieder auf den Punkt gebracht: Philanthropie ist in Deutschland noch immer eine weitgehend private Tugend. Selbst im Familien- und Freundeskreis ist es unüblich, darüber zu reden, ob und wieviel jemand für welchen Zweck spendet. Im Zeitalter der globalen Kommunikation und der damit gewachsenen Transparenz auch über Vermögen ist stilles Mäzenatentum überholt. Spendenvorbilder bewirken auch  hierzulande das Mit- und Nachziehen anderer Spender. man denke nur an den Boom der Stiftungsgründungen. Die Freude am Spenden und der Spendenkuchen wachsen, wenn es sich dabei um eine Aktivität handelt, über die man spricht und sich austauscht.

Die Anonymität ist in der Tat ein Problem. Niemand will den Neid der anderen und die Aufmerksamkeit der Finanzämter auf sich ziehen. Wer viel spendet, so auch Marita, muss in Deutschland fürchten, dass er deswegen öffentlich „auseinander genommen“ wird. Alle müssen außerdem fürchten, dass sie mit Spendenbitten überschüttet werden. Das allerdings scheint mir kein großes Problem zu sein, weil man ja auch höflich nein sagen kann. Am Besten sagt man Nein unter Hinweis auf Aktivitäten, die man bereits sichtbar und nachweisbar finanziert.

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