Maecenata: Spannende Zukunft

Spannende Zukunft
Das Maecenata begeht in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Rupert Graf Strachwitz war damals angetreten mit der Vorstellung, Grundlagenarbeit, Beratung und Dienstleistungen für Stiftungen und andere gemeinnützige Organisationen anzubieten und damit auch Geld zu verdienen, nicht nur für sich selbst, sondern auch für das von ihm gegründete gemeinnützige Maecenata-Institut. Seine Erfahrungen lagen in der gemeinnützigen Arbeit, und da gab es wahrhaftig genug zu beraten und zu begleiten. Nur Zahlen wollten wenige, denn alle taten ja nur Gutes. Dass ein nicht geringer Teil derjenigen, die heute Gutes tun, davon auch leben müssen, hat sich inzwischen herumgesprochen. Aber noch viel mehr. Maecenata GmbH, Maecenata International e.V. und Maecenata-Institut haben bewiesen, dass man gemeinnützige Forschungsarbeit leisten kann, ohne parteiisch zu sein. Vielleicht fiel es ihm deshalb so schwer, große Partner zu finden, die den Unabhängigen auf Dauer fördern wollten. Auch zum Bundesverband Deutscher Stiftungen gab es stets eine gewisse Distanz.
Konsequenterweise hat sich das Institut mit einer angesehenen staatlichen Einrichtung, der Humboldt-Universität in Berlin, verbunden und ist jetzt ein An-Institut, dass sich aber, wie der Gründer schreibt, „nach wie vor in einer prekären finanziellen Situation“ befindet. Die Arbeit wird von Stiftungen und Gönnern finanziert, wenn auch nicht kontinuierlich.
Auf Dauer ist die schöne Idee von der absoluten Staatsferne eine Illusion. Auch in dem für Deutschland in vielen Fällen genutzten Vorbild Großbritannien ist der Staat Regulator und in hohem Maße Geldgeber für den Nonprofit-Sektor. Auch in den USA ist der dritte Sektor keineswegs staatsfrei, wenn auch mit öffentlichen Mitteln stets gegeizt wird. Der Staat fördert jede Gabe für wohltätige Zwecke mit großzügigen Steuererleichterungen, reguliert die Transparenz der Gaben über die Finanzbehörde IRS und droht immer wieder mit noch schärferen Kontrollen, wenn Spendenskandale ruchbar werden, die in den USA eher häufiger vorkommen als bei uns.
Eine dauerhafte Forschung im Nonprofit-Sektor in Deutschland ohne staatliche Unterstützung ist kaum denkbar. Universitäre Einrichtungen können Forschung auf Dauer absichern, staatliche Subventionen können kontinuierliche Spendenforschung, beispielsweise unter dem Dach des DZI, ermöglichen, Gesetze können regulieren und schützen. Wir sehen das gerade an den fehlenden Sammlungsgesetzen, die die meisten Bundesländer zur Vermeidung überflüssigen Bürokratieaufwands gestrichen haben. Der graue Markt der Spenden-Akquisiteure wendet sich den Bundesländern zu, in denen die Sammlungskontrollen am laschesten gehandhabt werden, und meidet andere wie Rheinland-Pfalz, in denen es funktionierende Kontrollen gibt und auch Kontrolleure, die warnende Hinweise an die Öffentlichkeit nicht scheuen und oft die einzige Handhabe für lokale Behörden in anderen Bundesländern geben, unlautere Sammlungen wenigstens örtlich zu verbieten.
Eines der Hauptprobleme der Förderer bürgerschaftlichen Engagements wird jetzt darin bestehen, den Menschen den Glauben an die Allmacht des Staates wieder zu nehmen. Die jüngste Finanzkrise hätte in die große finanzielle Katastrophe gemündet, hätten die Regierungen Europas und der USA wie auch der anderen Welthandelsmächte nicht sofort ins Finanzsystem eingegriffen und zu Lasten künftiger Generationen Mittel und Bürgschaften eingeschossen, von denen sich viele Bürger fragen, woher sie so plötzlich kommen. In Deutschland sind ungeheure staatliche Konjunkturprogramme aufgelegt worden. Wer jetzt nach dem privaten Sektor und den Philanthropen gerufen hätte, wäre ausgelacht worden.
So kann es sein, dass bürgerschaftliches Engagement und Philanthropie bei uns weiterhin nur das Tüpfelchen auf dem i bleiben, das sich eine luxusverwöhnte Gesellschaft dann leistet, wenn sie schon alles hat  und der Staat momentan wirklich nicht gebraucht wird. Dass das auf Dauer der Fall sein wird, ist eher unwahrscheinlich.
Rupert Graf Strachwitz hätte also besser von einer Sisyphos-Aufgabe oder einer Herkules-Arbeit reden können, wenn er auf 20 Jahre Maecenata zurückblickt. Sie wird nicht enden und immer schwer bleiben.Das Maecenata begeht in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Rupert Graf Strachwitz war damals angetreten mit der Vorstellung, Grundlagenarbeit, Beratung und Dienstleistungen für Stiftungen und andere gemeinnützige Organisationen anzubieten und damit auch Geld zu verdienen, nicht nur für sich selbst, sondern auch für das von ihm gegründete gemeinnützige Maecenata-Institut. Seine Erfahrungen lagen in der gemeinnützigen Arbeit, und da gab es wahrhaftig genug zu beraten und zu begleiten. Nur Zahlen wollten wenige, denn alle taten ja nur Gutes. Dass ein nicht geringer Teil derjenigen, die heute Gutes tun, davon auch leben müssen, hat sich inzwischen herumgesprochen. Aber noch viel mehr. Maecenata GmbH, Maecenata International e.V. und Maecenata-Institut haben bewiesen, dass man gemeinnützige Forschungsarbeit leisten kann, ohne parteiisch zu sein. Vielleicht fiel es ihm deshalb so schwer, große Partner zu finden, die den Unabhängigen auf Dauer fördern wollten. Auch zum Bundesverband Deutscher Stiftungen gab es stets eine gewisse Distanz.
Maecenata begeht in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Rupert Graf Strachwitz war damals angetreten mit der Vorstellung, Grundlagenarbeit, Beratung und Dienstleistungen für Stiftungen und andere gemeinnützige Organisationen anzubieten und damit auch Geld zu verdienen, nicht nur für sich selbst, sondern auch für das von ihm gegründete gemeinnützige Maecenata-Institut. Seine Erfahrungen lagen in der gemeinnützigen Arbeit, und da gab es wahrhaftig genug zu beraten und zu begleiten. Nur Zahlen wollten wenige, denn alle taten ja nur Gutes. Dass ein nicht geringer Teil derjenigen, die heute Gutes tun, davon auch leben müssen, hat sich inzwischen herumgesprochen. Aber noch viel mehr. Maecenata GmbH, Maecenata International e.V. und Maecenata-Institut haben bewiesen, dass man gemeinnützige Forschungsarbeit leisten kann, ohne parteiisch zu sein. Vielleicht fiel es ihm deshalb so schwer, große Partner zu finden, die den Unabhängigen auf Dauer fördern wollten. Auch zum Bundesverband Deutscher Stiftungen gab es stets eine gewisse Distanz.
Konsequenterweise hat sich das Institut mit einer angesehenen staatlichen Einrichtung, der Humboldt-Universität in Berlin, verbunden und ist jetzt ein An-Institut, dass sich aber, wie der Gründer schreibt, „nach wie vor in einer prekären finanziellen Situation“ befindet. Die Arbeit wird von Stiftungen und Gönnern finanziert, wenn auch nicht kontinuierlich.
Auf Dauer ist die schöne Idee von der absoluten Staatsferne eine Illusion. Auch in dem für Deutschland in vielen Fällen genutzten Vorbild Großbritannien ist der Staat Regulator und in hohem Maße Geldgeber für den Nonprofit-Sektor. Auch in den USA ist der dritte Sektor keineswegs staatsfrei, wenn auch mit öffentlichen Mitteln stets gegeizt wird. Der Staat fördert jede Gabe für wohltätige Zwecke mit großzügigen Steuererleichterungen, reguliert die Transparenz der Gaben über die Finanzbehörde IRS und droht immer wieder mit noch schärferen Kontrollen, wenn Spendenskandale ruchbar werden, die in den USA eher häufiger vorkommen als bei uns.
Eine dauerhafte Forschung im Nonprofit-Sektor in Deutschland ohne staatliche Unterstützung ist kaum denkbar. Universitäre Einrichtungen können Forschung auf Dauer absichern, staatliche Subventionen können kontinuierliche Spendenforschung, beispielsweise unter dem Dach des DZI, ermöglichen, Gesetze können regulieren und schützen. Wir sehen das gerade an den fehlenden Sammlungsgesetzen, die die meisten Bundesländer zur Vermeidung überflüssigen Bürokratieaufwands gestrichen haben. Der graue Markt der Spenden-Akquisiteure wendet sich den Bundesländern zu, in denen die Sammlungskontrollen am laschesten gehandhabt werden, und meidet andere wie Rheinland-Pfalz, in denen es funktionierende Kontrollen gibt und auch Kontrolleure, die warnende Hinweise an die Öffentlichkeit nicht scheuen und oft die einzige Handhabe für lokale Behörden in anderen Bundesländern geben, unlautere Sammlungen wenigstens örtlich zu verbieten.
Eines der Hauptprobleme der Förderer bürgerschaftlichen Engagements wird jetzt darin bestehen, den Menschen den Glauben an die Allmacht des Staates wieder zu nehmen. Die jüngste Finanzkrise hätte in die große finanzielle Katastrophe gemündet, hätten die Regierungen Europas und der USA wie auch der anderen Welthandelsmächte nicht sofort ins Finanzsystem eingegriffen und zu Lasten künftiger Generationen Mittel und Bürgschaften eingeschossen, von denen sich viele Bürger fragen, woher sie so plötzlich kommen. In Deutschland sind ungeheure staatliche Konjunkturprogramme aufgelegt worden. Wer jetzt nach dem privaten Sektor und den Philanthropen gerufen hätte, wäre ausgelacht worden.
So kann es sein, dass bürgerschaftliches Engagement und Philanthropie bei uns weiterhin nur das Tüpfelchen auf dem i bleiben, das sich eine luxusverwöhnte Gesellschaft dann leistet, wenn sie schon alles hat  und der Staat momentan wirklich nicht gebraucht wird. Dass das auf Dauer der Fall sein wird, ist eher unwahrscheinlich.
Rupert Graf Strachwitz hätte also besser von einer Sisyphos-Aufgabe oder einer Herkules-Arbeit reden können, wenn er auf 20 Jahre Maecenata zurückblickt. Sie wird nicht enden und immer schwer bleiben.
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